Staatssekretär Mark Weinmeister zu Besuch in der Bethmannschule

von admin

Seit gut zwanzig Jahren fahren 40 bis 60 Schülerinnen und Schüler der Bethmannschule im Rahmen ihrer betrieblichen Ausbildung über das EU-Austauschprogramm ERASMUS+ (früher: Leonardo da Vinci-Programm) für 3 Wochen nach London. Dort nehmen sie an Seminaren und Unterrichtsveranstaltungen am European College of Business and Management (ECBM) teil.  Die teilnehmen Schüler sind vorrangig die Auszubildenden der Berufe Bank- und Investmentfondskaufleute.  

Das ECBM hat sich u.a. auf maßgeschneiderte ausbildungsbegleitende Kurse im Bereich 'Business und Management' spezialisiert und arbeitet eng mit international tätigen Firmen, Industrie- und Handelskammern (IHK) und britischen Universitäten zusammen. Der Unterricht wird in englischer Sprache von muttersprachlichen Dozenten geleitet. Auch Exkursionen mit fachlichem und kulturellem Hintergrund gehören zum Aufenthalt. Die Auszubildenden legen am Ende des Lehrgangs schriftliche und mündliche Prüfungen ab und erwerben die Zusatzqualifikation „Kaufmann/-frau International“.

Vom Erfolg und der großen Resonanz unseres ERASMUS+ Projektes überzeugte sich nun auch der hessische Staatssekretär für Europaangelegenheiten Mark Weinmeister bei einem Besuch unserer Schule am 16. November 2017 (s. Foto). Europastaatssekretär Weinmeister ist für die operative Gestaltung der hessischen Europapolitik zuständig. Zu seinem Kerngeschäft gehört es, durch regelmäßige wöchentliche Präsenz in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel vor Ort Gespräche mit europäischen Entscheidungsträgern zu führen.

Neben seiner Präsenz auf europäischer Ebene sucht Europastaatssekretär Weinmeister jedoch auch immer das Gespräch vor Ort und diskutierte somit sehr lebhaft mit 20 unserer Schülerinnen und Schüler, welche im Frühjahr dieses Jahres im ECBM in London weilten. Themen waren die Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU (Brexit). Wie würde sich der Brexit insbesondere auf das ERASMUS+-Projekt der Bethmannschule auswirken? Es wurde im Rahmen eines intensiven Meinungsaustausches betont, dass ERASMUS+ wie die Beziehungen Großbritanniens zur EU insgesamt, zwar neu verhandelt werden müssten, es gelte jedoch auch, dass Länder, die sich an EU-Vorgaben hielten, auch ohne EU-Mitgliedschaft am ERASMUS+-Programm partizipieren könnten, wie aktuell z.B. Norwegen. Sollten die Briten bei den bestehenden Regeln bleiben, stehen ihre Chancen auf einen Erasmus-Verbleib gut. In der Diskussion wurde jedoch auch auf Alternativen hingewiesen. So wurde auch ein Ausweichen auf andere EU-Länder mit englischer Muttersprache, wie z. B. Irland, als mögliche Szenarien angesprochen.

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